Trauer um Ingrid Warthmann

Die Zunft der Belchengeister und Chäsliwieber trauert tief betroffen um Ingrid Warthmann, von der wir so überraschend Abschied nehmen müssen.

Ingrid war ein Familienmensch im allerbesten Sinne und Bindeglied, Klebstoff, Anker und Schaltkreis eines großen Familienverbands, der für sie immer allerhöchste Priorität hatte.

Ingrid war indes auch eine Frau, die Gemeinschaft und Geselligkeit schätzte und sie war ein Mensch mit ganz außerordentlicher Tatkraft und außerordentlichen Fähigkeiten und diese herausragenden Eigenschaften nutzte sie auch bei ihrem unermüdlichen Einsatz für eine der erfolgreichsten Bürgerinitiativen des Münstertals – der Zunft der Belchengeister und Chäsliwieber.

Als Kind einer der großen Gründerfamilien unserer Zunft, die ja in wenigen Wochen ihr 70.stes Jubiläum feiern kann, war Ingrid seit Kindesbeinen an, für die Belchengeister und Chäsliwieber aktiv, ja, man kann sagen, sie brannte für unsere Zunft.

Und so gehört sie zu den Frauen der zweiten Stunde, also diejenigen, die direkt der Gründergeneration folgten.

Früh fielen ihre außerordentlichen tänzerischen und Ballet-Fähigkeiten auf und so war die Zunftkarriere schlichtweg vorprogrammiert:

Nach vielen, vielen Jahren als Aktive in unserem Zunftballett zeichnete Ingrid dann über einen sehr langen Zeitraum hinweg für die Choreographie aller tänzerischen Aktivitäten der Belchengeisterzunft verantwortlich.

Ihr und ihrer Arbeit, ihren Fähigkeiten auf und hinter der Bühne verdanken wir ganz maßgeblich das, was wir heute sind.

Und – auch dies soll erwähnt sein – hat sie mit Ihren Kindern Heike und Jochen unserer Zunft zwei unglaubliche Talente und Aktivposten geschenkt und speziell mit Heike auch die erste Oberzunftmeisterin der Belchengeister und Chäsliwieber.

Wenn der mitunter überstrapazierte Begriff der „Powerfrau“ auf einen Menschen tatsächlich zutrifft, dann ist dies bei Ingrid Warthmann tatsächlich der Fall.

Und so war Ingrid über viele Jahrzehnte hinweg ein ganz fester Bestandteil unserer Fasnet auf und hinter der Belchengeisterbühne, mehr noch ein Garant für eine Fasnet im Sinne der alemannischen und der Münstertäler Tradition.

So war es mehr als verdient, dass Ingrid bereits 1997  mit dem Hühnerorden, der höchsten Auszeichnung unserer Zunft, ausgezeichnet wurde.

Auch nach Ende ihrer aktiven Zunftkarriere stand sie uns stets mit Rat und Tat zur Seite und es war immer eine Freude, sie zusammen mit Ihrem lieben Mann Kurt, am Zunftehrentisch am Schmutzigen Dunschdig beim ersten Zunftabend einer Fasnetsaison, bei der Wahl des kommenden Hühnerordenträgers und bei anderen Aktivitäten unserer Zunft begrüßen zu dürfen.

Wie gerne hätten wir Ingrid noch viele Jahre in unseren Reihen gewußt.

Leider ist es uns nun nicht mehr vergönnt, ihre Stimme zu hören.

Eines jedoch ist sicher:

Ingrid Warthmann hat hier im Tale ungemein viele positive Spuren hinterlassen und ihre Zunftfamilie wird sie nicht vergessen.