Geschichte der Zunft
Eine Zunft mit Wurzeln im Tal
Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 verbinden die Belchengeister und Chäsliwieber die Fasnet mit der Geschichte des Münstertals. Hier erfährst du, wie unsere Zunft entstand, welche Orte und Erzählungen sie prägen und welche Rolle die Zunftabende spielen.
November 1951
Eine Bürgerinitiative für die Fasnet
Im November 1951 kamen Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und den Vereinen des Münstertals im Gasthaus Löwen zusammen. Aus dieser bisher erfolgreichsten Bürgerinitiative des Münstertals entstand die Zunft der Belchengeister und Chäsliwieber.
Ihr Ziel war es, eine zotenfreie, gehaltvolle, nachhaltige und originäre Fasnet für die Bevölkerung des Tals zu gestalten. Diesen Zielen fühlt sich die Zunft seit ihrer Gründung verpflichtet. Auch die Aufnahme in den Verband Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) steht für diese Ausrichtung.
Münstertal und seine Geschichte
Historische Orte und unsere Legende
Die Belchengeister und Chäsliwieber sind eng mit der Geschichte des Münstertals verbunden. Lindenplatz und Scharfenstein erinnern an das ehemalige Bergbaustädtchen Münster, das dem Münstertal später seinen Namen gab. Beide Orte spielen auch in der Legende der Belchengeister eine wichtige Rolle.
Der Hühnerorden ist die höchste Auszeichnung unserer Zunft. Er erinnert an die historische Tributpflicht der Münstertäler Bauern gegenüber den Mönchen des Klosters St. Trudpert zur Fasnet.
Schmutziger Dunnschdig
Wenn die Narren die Macht übernehmen
Am Schmutzigen Dunnschdig wird die Fasnet auf dem historischen Lindenplatz im Münster eröffnet. In der närrischen Erzählung werden die Belchengeister und Chäsliwieber aus ihrem fast einjährigen Schlaf im Belchenmassiv gerufen. Damit übernehmen die Narren die Macht im Tal.
Fünf Tage lang herrscht nun „der Urgeist über uns mit großer Macht“, wie es in einem Münstertäler Fasnachtslied heißt.
Zur Fasnet gehören die Umzüge im Münstertal und die Besuche bei befreundeten Zünften. Im Mittelpunkt stehen außerdem unsere Zunftabende.
Unsere Zunftabende
Vom Matheis-Saal in die Belchenhalle
Die ersten Zunftabende fanden im legendären Matheis-Saal statt. Später zogen sie in die neu gebaute Belchenhalle um.
Die drei Zunftabende am Schmutzige Dunnschdig, Fasnetfriddig und Fasnetsamschdig begeistern die Talbevölkerung ebenso wie die Gäste aus dem Umland.
Vereinsleben und Beständigkeit
Ein fester Teil des Münstertals
Die Zunft wuchs rasch zu einem der größten Vereine des Münstertals heran. Nicht nur während der Fasnet, sondern auch im übrigen Jahr ist sie Teil des Gemeindelebens.
Eine überschaubare Zahl an Oberzunftmeistern und ein hohes Maß an Beständigkeit in den Führungsgremien stehen für die Werte, denen sich die Belchengeister und Chäsliwieber seit ihrer Gründung verbunden fühlen.
